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	<title>Juhu! Ein Blog</title>
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	<description>Marcus Kästner zu Politik, Geschichte und Medien</description>
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		<title>RPC (Role Play Convention) am 5. &amp; 6. Mai 2012 (Messe Köln)</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Apr 2012 15:39:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
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		<category><![CDATA[fantasy]]></category>
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		<description><![CDATA[Alle Jahre wieder beehrt die Role Play Convention einen Teil des Deutzer Messegeländes und läd Fantasy-Aficionados aller Coleur in dessen ehrwürdige Hallen. Nachdem ich 2010 zum ersten Mal dem Ruf gefolgt war und im Anschluss schwer begeisert bloggte, werde ich mir auch dieses Jahr nicht die Möglichkeit nehmen, &#8220;[v]iolett-weiße Astro-Vampir-Elfen im Lanzengang&#8221; zu bewundern &#8211; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Alle Jahre wieder beehrt die <a title="zur Homepage der RPC" href="http://www.rpc-germany.de" target="_blank">Role Play Convention</a> einen Teil des Deutzer Messegeländes und läd Fantasy-Aficionados aller Coleur in dessen ehrwürdige Hallen. Nachdem ich 2010 zum ersten Mal dem Ruf gefolgt war und <a title="RPC (Role Play Convention) 2010 in Köln" href="http://www.juhublog.de/2010/04/rpc-role-play-convention-2010-in-koln/">im Anschluss schwer begeisert bloggte</a>, werde ich mir auch dieses Jahr nicht die Möglichkeit nehmen, &#8220;[v]iolett-weiße Astro-Vampir-Elfen im Lanzengang&#8221; zu bewundern &#8211; mal schauen, ob die wieder dabei sein werden! Ich bin zwar weniger von dem Interesse getrieben, Neuheiten aus dem Spielebereich anzutesten, freue mich dafür aber umso mehr auf die Gelegenheit, das gesamte Portfolio der deutschen Fantasygemeinschaft, von Otakus über LARP-Spieler und Trekkies, live und in Farbe, quasi <em>in natura</em> erleben zu können.<span id="more-998"></span></p>
<p>Nachdem wir letztes Jahr zeitbedingt nur zu zweit über den Parkour streunten, bin ich in diesem Jahr wieder in Begleitung meiner nerdigen Kumpane unterwegs &#8211; auf dass wir ridiküle Gesellschaftsspiele unter Beobachtung anspielen werden und dabei doch zu keinem Zeitpunkt auffallen werden. Neben den Messeständen der Hersteller gibt es ja auch einiges anderes zu begutachten: Auf die zahlreichen Händler mit ihren gebrauchten Filmen, Rollenspielbüchern bin ich sehr gespannt, fand ich doch in den letzten Jahren immer wieder das ein oder andere Schmuckstück in deren Sortiment. Hinweisen muss ich allerdings darauf, dass nicht in allen Kisten auf denen &#8220;D&amp;D-3.5-Regelwerke&#8221; steht, auch besagte Regelwerke stecken müssen; darauf bin ich letztes Jahr leider hereingefallen (warum müssen sich 3.5 und 3.0 auch so ähnlich sehen?). Auf der anderen Seite habe ich solche Perlen wie <a title="Mount &amp; Blade" href="http://www.juhublog.de/2010/12/mount-blade/" target="_blank">Mount &amp; Blade</a> auf der RPC gefunden.</p>
<p>Wer nur einen bestimmten Hang zur Fantasy hat, der ist hier, am Puls der Zeit, gut aufgehoben. <a title="zum Ticketvorverkauf der RPC" href="http://www.amiando.com/roleplayconvention.html" target="_blank">Tickets gibt es nach wie vor im Vorverkauf zu erstehen</a>. Es wäre auch nicht das erste Mal, wenn ich dort ein paar bekannte Gesichter (wieder)sehen werde; ihr könnt mir aber gern vorher Bescheid geben, damit man sich auf einen Becher Beerenmet o.Ä. treffen kann. Wenn&#8217;s dieses Jahr neue Becher gibt, nehme ich mir vielleich auch wieder statt Pfand-zurück ein Andenken mit nach hause. Und falls mir noch irgendjemand aus falschem Rechtsverständnis heraus sagen möchte, dass dies illegal sei, der bekommt den Becher gleich über die Rübe &#8211; und kann mich dann meinetwegen wegen Körperverletzung anzeigen!</p>
<p>Wie dem auch sei: See you at RPC 2012! <img src='http://www.juhublog.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Auslese #2</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Aug 2011 15:50:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[barbaren]]></category>
		<category><![CDATA[demokratie]]></category>
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		<description><![CDATA[Kennt ihr dieses Phänomen, ein Sachbuch nur bis kurz vor Schluss zu lesen? Ob&#8217;s daran liegt, dass man zu selten mit einem vernünftigen Fazit beschenkt wird? Bei mir stapelten sich einige ganz gescheite Ausführungen, die ich irgendwann kurz vor Schluss weglegte, weil die letzten Kapitel auf einmal moralisch an Fahrt aufnahmen, &#8220;nur noch mal schnell&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kennt ihr dieses Phänomen, ein Sachbuch nur bis kurz vor Schluss zu lesen? Ob&#8217;s daran liegt, dass man zu selten mit einem vernünftigen Fazit beschenkt wird? Bei mir stapelten sich einige ganz gescheite Ausführungen, die ich irgendwann kurz vor Schluss weglegte, weil die letzten Kapitel auf einmal moralisch an Fahrt aufnahmen, &#8220;nur noch mal schnell&#8221; das gerade Geschilderte zusammenfassten oder irgendwelche unnötigen Ausblicke lieferten. Ich möchte ein kurzes, knackiges Fazit! Oh, und bitte auch entschlackte Vorworte und Einleitungen. Wie heißt&#8217;s so schön: Zur Sache, Schätzchen!<span id="more-974"></span></p>
<h3>Richard Wilkinson und Kate Pickett &#8211; Gleichheit ist Glück</h3>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3942048094/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3942048094"><img class="alignleft size-full wp-image-975" title="Gleichheit ist Glück" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/08/gleichheitistglueck.jpg" alt="" width="150" height="237" /></a> Der Untertitel dieses vermeintlichen Weltverbesserers lautet &#8220;Warum gerechte Gesellschaften für alle besser sind&#8221;. Das klingt zunächst nach viel Ideologie und/oder Gutmenschen-Voodoo. Aber weit gefehlt: Der Londoner Wirtschaftshistoriker  Richard Wilkinson und die Anthropologin und Ökotrophologin Kate Pickett sind nicht nur von gutem wissenschaftlichen Leumund, sie zeigen es auch.</p>
<p>&#8220;Gleichheit ist Glück&#8221; zeigt in aufeinander aufbauenden drei Kapiteln, wie Ungleichheit entsteht, wo sie besonders beheimatet ist, was ihre Folgen sind und zu guter Letzt, wie wir sie vermeiden können. Die Autoren begeben sich auf eine Erkenntnissuche, die sie durch zahlreiche Statistiken und Untersuchungen führt. Nie hat man dabei den Eindruck, mit Informationen &#8220;überhäuft&#8221; zu werden. Jede der Diagramme steht in einem bestimmten Kontext, der ausgiebig erläutert und in die Argumentation eingebaut wird. Durch die schiere Zahl der Diagramme erreichen Wilkinson und Pickett eine hohe Glaubwürdigkeit.</p>
<p>So wird dem Leser mit und mit bewusst, dass die &#8220;westlichen Zivilisationskrankheiten&#8221;, hohe Gewalt und Verrohung in den unteren Schichten [gerade hier zeigt das Buch seine Aktualität!], Selbstmorde, Herzprobleme und Fettleibigkeit in direktem Bezug zur Verteilung des Vermögens im jeweils beobachteten Land steht. In Ländern wie Dänemark und Japan sind diese Probleme eher gering, während sie in den USA und Singapur vollkommen aus dem Ruder geraten. Kurzum, ein gutes, wichtiges Buch, das virulente Probleme ohne moralisierenden Fingerzeig herausarbeitet: <strong>4/5</strong>.</p>
<p>Die Ergebnisse des Buches, sowie weitere Materialien zum Thema lassen sich auf der <a title="zur Webseite des Equality Trusts" href="http://www.equalitytrust.org.uk/" target="_blank">Webseite des Equality Trusts</a> nachlesen.</p>
<h3>Paul M. Sammon &#8211; Conan the Phenomenon</h3>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/1593076533/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=1593076533"><img class="alignright size-full wp-image-979" title="Conan the Phenomenon" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/08/conanthephenomenon.jpg" alt="" width="200" height="266" /></a>Ja, ich gebe es zu, ich bin ein Howard-o-holic, ein Conan-Connaisseur. Für alle, die ein wenig ähnlich wie ich denken, aber auch für jene, die etwas über die Ursprünge des Fantasy-Genres und die Geschichte einer der ältesten und einzigartigsten Fantasy-Charaktere erfahren möchten, ist dieser opulente (Text- und) Bildband Pflicht! Sammon, selbst Conan-Liebhaber seit 40 Jahren, der u.a. an den beiden Filmen mitwirkte, zeichnet Conans Weg von REHs (Robert E. Howards) Schöpfung für Pulp-Magazine wie das Weird Tales, über die gewaltigen Darstellungen Frank Frazettas (s. Cover), den Marvel-Comichelden, dem Leinwandhelden, bis zur Moderne, in der sich mit den bibliophilen Wiederveröffentlichungen von REHs Originalmanuskripten ein Kreis zu schließen scheint.</p>
<p>&#8220;Conan the Phenomenon&#8221; ist mit 23cm Breite und 30,5cm Höhe bei gut 150 Seiten Hochglanzseiten ein großer und schwerer Brocken und jede einzelne Seite wurde liebevoll mit Skizzen, Fotos, Gemälden, Comiczeichnungen, etc. ausgestaltet. Sammon zeigt auch die Spannungen und Probleme in der Tradierung der Conan-Geschichten auf, so den langen Machtkampf zwischen dem Ultrafan und Puristen Glenn Lord und dem Geschäftsmann und fortführenden Autor Lyon Sprague de Camp um das Verwalten des Howardschen Erbes. Er bemüht sich dabei um Neutralität, zeigt aber doch seine Sympathie für Glenn Lord, wenngleich er Sprague de Camp auch vor dem sicher etwas zu eindimensionalen Vorwurf der Geldmacherei in Schutz nimmt.</p>
<p>Dieses Buch ist eine echte Fundgrube und ist dabei noch unterhaltend und kurzweilig geschrieben. Auch dafür gibt&#8217;s eine <strong>4/5</strong>.</p>
<h3>Ian Christe &#8211; Sound of the Beast</h3>
<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0380811278/ref=as_li_ss_tl?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0380811278"><img class="alignleft size-full wp-image-982" title="Sound of the Beast" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/08/soundofthebeast.jpg" alt="" width="150" height="228" /></a>Ich habe mich in <a title="zu meinem Musikblog" href="http://heizi.musicnerds.org" target="_blank">meinem Musikblog</a> schon <a title="zu meiner Rezension dieses Buchs in meinem Musikblog" href="http://heizi.musicnerds.org/2011/08/sound-of-the-beast-the-complete-headbanging-history-of-heavy-metal/" target="_blank">reichhaltig dazu geäußert</a>, daher möchte ich nur kurz auf &#8220;Sound of the Beast. The Complete Headbanging History of Heavy Metal&#8221; eingehen. Christes Verdienst ist es, aus losen Fäden eine Narrative gewoben zu haben, die sich flüssig und einleuchtend liest. Er geht chronologisch vor, von Black Sabbath bis in den eklektischen Metal der frühen 00er. Sein Hauptfokus bildet Amerika im Allgemeinen und Metallica im Speziellen. Am Beispiel von Metallica zeigt er auf, wie wandlungsfähig Heavy Metal ist und warum es immer wieder junge Generationen von Zuhörern für diese Musik gibt.</p>
<p>Einer &#8220;Complete History of Heavy Metal&#8221; wird das Buch leider nicht ganz gerecht, dazu lässt er doch zu viele Strömungen aus oder beäugt sie nur kurz. Das sollte aber niemanden davon abhalten, diese Metal-Geschichte zu lesen und sich inspirieren zu lassen. Ich persönlich habe einige Bands durch dieses Buch entdeckt und zu schätzen gelernt: Nochmal <strong>4/5</strong>.</p>
<p>Das war&#8217;s für dieses Mal! Mehr Conan gibt&#8217;s dann in der nächsten Auslese. <img src='http://www.juhublog.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Mount &amp; Blade: With Fire and Sword</title>
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		<pubDate>Fri, 17 Jun 2011 14:06:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;Bewegt euch!&#8221;, herrscht die Gestalt auf dem Pferd die Pikeniere an, die sich sofort vor den ungeschützten Musketieren postieren, &#8220;und ihr, mir nach!&#8221;, ruft er danach den Lanzenreitern zu. Mit den Reitern positioniert er sich neben die Musketiere, alle blicken gespannt auf die nächste Hügelkuppe. Plötzlich, eine Reihe Helme, dann Rüstungen, dann Lanzen, dann Pferde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/06/moundandblade-wfas.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-960" title="Mount &amp; Blade: With Fire and Sword" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/06/moundandblade-wfas.jpg" alt="Mount &amp; Blade: With Fire and Sword" width="200" height="280" /></a>&#8220;Bewegt euch!&#8221;, herrscht die Gestalt auf dem Pferd die Pikeniere an, die sich sofort vor den ungeschützten Musketieren postieren, &#8220;und ihr, mir nach!&#8221;, ruft er danach den Lanzenreitern zu. Mit den Reitern positioniert er sich neben die Musketiere, alle blicken gespannt auf die nächste Hügelkuppe. Plötzlich, eine Reihe Helme, dann Rüstungen, dann Lanzen, dann Pferde &#8211; die polnische Kavallerie rückt vor. Hektisch befiehlt der Hauptmann nun, dass die Musketiere, die bereits ihre Musketen gehoben hatten, das Feuer einstellen und abwarten sollen. Langsam und koordiniert bewegen sich die polnischen Husaren vorwärts, ihre gute Panzerung ist berüchtigt und Furcht kommt in der Reihe der Infanterie auf. Dann, als sie in Schussreichweite sind, ruft die Gestalt: &#8220;Feuert auf sie, aus allen Rohren!&#8221;. Die Musketen geben ihre erste Salve ab &#8211; zwei Reiter fallen, drei Pferde werden getroffen. Dann beginnt der Angriff. Wie ein Keil stürmen die Reiter in die Mauer aus Pikenieren und sprengen sie. An Fernkampf ist nicht mehr zu denken, es beginnt ein Hauen und Stechen ums Überleben.<span id="more-955"></span></p>
<h3>Brandheiße Gefechte</h3>
<p><a title="Mount &amp; Blade" href="http://www.juhublog.de/2010/12/mount-blade/">Willkommen zurück bei Mount &amp; Blade</a>! &#8220;With Fire and Sword&#8221; ist der dritte Ableger der Reihe und, wie man merkt, gerade in punkto Schlachten wird hier nochmal eine ganze Schippe Spannung und Taktik obendrauf gelegt. Liefen die Schlachten im ersten Teil noch nach dem Motto &#8220;sammle deine Reiter und hetze sie auf den Feind&#8221; ab, so muss man nun geschickt taktieren, um den Gegner zu bezwingen. Das geht dank einem runderneuerten Interface auch viel besser, Kommandos an die vordefinierten (Infanterie, Artillerie und Kavallerie) oder selbstgestalteten Gruppen zu verteilen. Eine einfache, wie oben beschriebene Schlachtaufstellung, ist mit ein wenig Übung via Nummern- und F-Tasten schnell erreicht. Da selbst berittene Reiter die Schlacht nicht mehr allzu sehr in die Breite ziehen, geht die Konfrontation nun auch ein wenig schneller über die Bühne; zumal ob des massiven Schadens, den die Schusswaffen anrichten können.</p>
<h3>Von der Memel bis an den Don</h3>
<p>Moment mal. Schusswaffen? Richtig gelesen, &#8220;With Fire and Sword&#8221; verabschiedet sich vom mittelalterlichen Szenario und geht über die frühe Neuzeit. Aber nicht nur das: Statt sich in einem Fantasyreich auszutoben, darf der Spieler nun Hand an das Rad der europäischen Geschichte legen. Selten war ein Szenario dabei so originell. &#8220;With Fire and Sword&#8221; oder &#8220;Ogniem i Mieczem&#8221;, wie es im polnischen Original heißt, ist ein Historienroman des polnischen Autors <a title="zum Wikipedia-Artikel über Henryk Sienkiewicz" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Henryk_Sienkiewicz" target="_blank">Henryk Sienkiewicz</a> und spielt im östlichen Europa Mitte des 17. Jahrhunderts: Die in der Ukraine beheimateten Don-Kosaken proben den Aufstand gegen die Polen und wissen die zarischen Verbündeten auf ihrer Seite, Krim-Tartaren im Südosten und Schweden im Nordwesten schauen sich das ganze an und hoffen, früher oder später ihren Teil des Kuchens abzubekommen.</p>
<p>Die Ausgangslage mit den rivalisierenden Völkern ist also klassisches &#8220;Mount &amp; Blade&#8221; und zeigt, wie schön sich das Spielprinzip in historische Szenarien implementieren lässt. Über die Historizität dieses Rahmens kann ich schlecht urteilen, da er nicht in mein Fachgebiet fällt, trotzdem wirkt die Umsetzung, insbesondere mit Hinsicht auf Kleidung und Waffen, fachmännisch und detailgetreu &#8211; hilfreich wird hier die filmische Umsetzung des Romans aus dem Jahr 2000 gewesen sein, der seinerzeit auch für die aufwendige Kostümierung ausgezeichnet wurde. &#8220;With Fire and Sword&#8221; entführt den Spieler in eine fremde Welt und eine fremde Zeit &#8211; bis auf das Strategiespiel &#8220;Cossacks&#8221; erinnere ich mich an keinen Titel, der &#8211; vierdimensional gesprochen &#8211; in dieser Gegend zu verorten wäre.</p>
<p>Dabei passt das ganze Spielsystem so gut in diese Epoche, weitaus besser als in das mittelalterliche Ambiente der Vorgänger. Marodierende Söldnerhorden waren in der frühen Neuzeit, gerade zu Kriegszeiten, gang und gäbe und die Chance, als Söldnerfürst in respektable Positionen zu kommen, sicher wesentlich höher als im ständegebundenen Mittelalter &#8211; man denke nur an Francis Drake und Konsorten. So verläuft der Aufstieg, den man als Spieler erlebt, harmonisch mit den historischen Realitäten des 17. Jahrhunderts.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-964" title="Mount &amp; Blade: With Fire and Sword Screenshot" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/06/moundandblade-wfas2.jpg" alt="Mount &amp; Blade: With Fire and Sword Screenshot" width="580" height="326" /></p>
<h3>Im Osten kaum Neues</h3>
<p>Das Aufsteigen, sei es nach Stufen oder nach Rängen, erfolgt wie ehedem: Schare Söldner um dich, kämpfe viel, schließe dich einer Seite an und nehme Burgen und Siedlungen ein. Am Motivationsprinzip hat sich nichts geändert &#8211; und da setzt mein erster Kritikpunkt an. Die Quests waren schon im ersten Teil meist banal und überflüssig, auch in &#8220;With Fire and Sword&#8221; werde ich dazu angehalten, Waren von A nach B zu karren, Rinder von einem Dorf ins andere zu treiben und Steuergelder zu kassieren. Das nervt auf Dauer und es gibt auch keine entsprechende bzw. ansprechende Vergütung für diese Verschwendung kostbarer Spielzeit. Viele Quests sind auch nicht lösbar, wenn man die dazugehörigen Skills nicht hoch genug gesteigert hat. Ich konzentriere mich immer ganz auf meine individuellen Skills und Leader-Skills, da kann ich mit dem Bequatschen-Skill relativ wenig anfangen.</p>
<p>Noch nervender sind aber Quests, die im Rahmen einer Militäroffensive vergeben werden. Anstatt, dass ich mich dem Feldzug einfach anschließen und mitkämpfen kann, werde ich auf nutzlose Spähmissionen geschickt, die keine Relevanz für das Spiel haben (außer, naja, eben die Quest zu erfüllen) und mich im Anschluss verzweifelt nach dem Marschall suchen lassen. Kommt es endlich dazu, dass man an einer Belagerung teilnehmen kann, vergeht eine gefühlte Ewigkeit, bis sich die Herren dazu aufraffen, tatsächlich anzugreifen. Warum? Gut die Hälfte aller Belagerungsunternehmungen werden nach ein paar Tagen einfach abgebrochen; zudem pickt sich der Marschall beständig solche Ziele heraus, die am weitesten entfernt vom heimischen Territorium liegen. Warum? So ergaben sich selbst nach 20-25 Stunden reiner Spielzeit kaum Entwicklungen auf der Karte. Eine Burg wurde erobert, die dann schnell zurückerobert wurde.</p>
<p>Es hilft also nichts, man muss dafür sorgen, selbst Marschall zu werden, Adelige um sich zu scharen und dann geordnet und bestimmt vorzugehen &#8211; die KI stagniert auf einem kümmerlichen Niveau, das muss ich leider so konstatieren. Auch andere Ärgernisse sind im dritten Teil der Serie nicht behoben worden: Armeen mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten auszustatten, macht Sinn, aber haben die Entwickler mal versucht, einen Gegner verfolgen, wenn der 0,1 unter der eigenen Geschwindigkeit steht? Solche Verfolgungen ziehen sich oft bis zum Ende der Karte hin und ich brauche Ewigkeiten, um wieder zurückzukommen. Zeit ist Geld, gerade in Mount &amp; Blade, in dem Söldnerscharen gutes Geld verlangen und man als Spieler gar nicht anders kann, als andauernd friedliche Dörfer zu plündern. O tempora, o mores!</p>
<h3>Die Leiden des Liebhabers &#8211; die Freuden des Einsteigers!</h3>
<p>Diese Rezension entwickelt sich zu einem Streitgespräch &#8211; Szenen einer Ehe, fast.  Ein Außenstehender, der weder mich noch das Spiel kennt, wird sich fragen: Warum spielt er es überhaupt, wenn es ihn so nervt? Es ist gerade für diese besonderen Momente, die ich in der Einleitung beispielhaft wiedergegeben habe. Ich kenne kein Taktikspiel, das mich als Spieler die Kämpfe so unmittelbar und hautnah miterleben lässt &#8211; und nicht nur das, darüber hinaus auch aktiv und maßgeblich teilhaben lässt. Wie befriedigend sind diese Augenblicke, in denen der eigene Charaker über das Feld galoppiert und die gegnerische Artillerie mit der Lanze bearbeitet und wenn eine befohlene Salve die erste Reihe des Gegners aus den Socken holt und meine Kavallerie über die Flanke für Unruhe sorgt.</p>
<p>Wer bisher noch keinen der Mount-&amp;-Blade-Teile gespielt hat, dem möchte ich &#8220;With Fire and Sword&#8221; aufs Wärmste empfehlen: Wer sich noch ein bisschen über das Spielprinzip informieren möchte, kann <a title="Mount &amp; Blade" href="http://www.juhublog.de/2010/12/mount-blade/">meine Eindrücke zum ersten Teil</a> zu Rate ziehen. Gerade in punkto Grafik, Gestaltung und Physik hat sich schließlich kaum etwas getan. Von daher kann ich für den Mount-&amp;-Blade-Veteran nur eine bedingte Empfehlung aussprechen; hier ist vor allem ausschlaggebend, ob das Szenario zusagt, was das Gameplay angeht ist schließlich nur die verbesserte Steuerung der eigenen Armee hervorzuheben.</p>
<p>Von einem vierten Teil erwarte ich deshalb wesentlich mehr!  Eine neue Grafikengine soll die Umgebung lebendiger, frischer gestalten, ein neues Quest-System soll endlich motivierende und gewinnbringende Aufträge bereitstellen, die zudem abwechslungsreich gestaltet sind. Diesen, dritten Teil zum Vollpreis zu verkaufen, kann ich nur dadurch gutheißen, dass Goodies, wie der Soundtrack, ein umfangreiches Handbuch und ein Poster beigelegt werden. &#8220;With Fire and Sword&#8221; ist aus einem Mod für den Vorgänge &#8220;Warbands&#8221; entstanden. Ein vierter Teil muss aber viel mehr sein, als eine ausgearbeitete Mod &#8211; wie auch dieser Teil gezeigt hat, dass es kreative Kräfte unter den Spielern gibt, die es sich anzuzapfen lohnt!</p>
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		<title>Auslese #1</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Feb 2011 13:23:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Statt mein Goodreads-Profil zu pflegen, werde ich in unregelmäßigen Abständen hier ein wenig über kürzlich Gelesenes schreiben. Anfangs war ich ein Goodreads-Enthusiast, mittlerweile sind mir die Funktionen einfach nicht ausreichend genug, um damit meine kleine Bibliothek zu managen. Warum gibt es z.B. keine Möglichkeit mehrere Versionen eines Buches zu einer bestimmten ISBN-Nummer anzulegen &#8211; das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Statt mein Goodreads-Profil zu pflegen, werde ich in unregelmäßigen Abständen hier ein wenig über kürzlich Gelesenes schreiben. Anfangs war ich ein Goodreads-Enthusiast, mittlerweile sind mir die Funktionen einfach nicht ausreichend genug, um damit meine kleine Bibliothek zu managen. Warum gibt es z.B. keine Möglichkeit mehrere Versionen eines Buches zu einer bestimmten ISBN-Nummer anzulegen &#8211; das kommt in der Realität ja durchaus öfter vor, bei Neuauflagen mit alternativen Covern und dergleichen. Aus diesem Grund bin ich so begeistert von <a title="zu meinem Profil auf rateyourmusic.com" href="http://rateyourmusic.com/~heizi" target="_blank">rateyourmusic.com</a> &#8211; für Vollständigkeitsfetischisten ein Genuss. Wenn&#8217;s das nun auch für Bücher gäbe&#8230; Zurück zur Auslese:<span id="more-933"></span></p>
<h3>William Irwin (u.a., Hrsg.): Die Simpsons und die Philosophie</h3>
<div id="attachment_934" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3492252397?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3492252397"><img class="size-full wp-image-934" title="Die Simpsons und die Philosophie" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/02/simpsonsphilo.jpg" alt="Die Simpsons und die Philosophie" width="150" height="236" /></a><p class="wp-caption-text">Die Simpsons und die Philosophie</p></div>
<p>Was ein dämlicher Untertitel: &#8220;Schlauer werden mit der berühmtesten Fernsehfamilie der Welt&#8221;. Warum habe ich das überhaupt gekauft? Achja, ich dachte, dass es vielleicht eine Betrachtung von philosophischen Inhalten in den Simpsons wäre. Ist es aber nicht, das macht das Vorwort gleich klar:</p>
<blockquote><p>Matt Groening hat zwar Philosophie studiert, aber keiner der Autoren dieses Buches glaubt, es gebe eine tiefere Bedeutung hinter Groenings Cartoon.</p></blockquote>
<p>Stattdessen befinden sich in diesem Buch eine Anzahl von &#8211; mal mehr, mal weniger gelungenen &#8211; Aufsätzen, die als Einführung in philosophische Strömungen dienen können. dazu bemühen die Autoren (manchmal) Beispiele aus der Sendung, bleiben dabei aber meist ziemlich vage und austauschbar, sodass der Bezug zur Sendung letztlich nur ein Alibi für diese (Assistenz-[!])Professoren bildet, um hier ein wenig Geld machen zu können. Für eine handvoll gelungener Aufsätze bleibt am Schluss aber noch eine <strong>2/5</strong>.</p>
<h3>Peter Reichel: Vergangenheitsbewältigung in Deutschland</h3>
<div id="attachment_936" class="wp-caption alignleft" style="width: 160px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3406459560?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3406459560"><img class="size-full wp-image-936" title="Peter Reichel - Vergangenheitsbewältigung in Deutschland" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/02/reichelvergangenheit.jpg" alt="" width="150" height="228" /></a><p class="wp-caption-text">Vergangenheitsbewältigung in Deutschland</p></div>
<p>Wie würde Wladimir zu Vitali sinngemäß sagen? &#8220;Uff&#8230; Schwerer Stoff!&#8221; &#8211; in diesem Fall aber eher auf die Thematik als auf Reichels nüchtern sachlichen aber stets gut lesbaren Text gemünzt. Reichel durchleuchtet die Vergangenheitsbewältigung in Deutschland und diese, wie aus dem Untertitel hervorgeht in der &#8220;Auseinandersetzung mit der NS-Diktatur in Politik und Justiz&#8221;. &#8216;Nuff said!</p>
<p>Andere gesellschaftliche Prozesse lässt Reichel aus &#8211; und das ist sicher auch ok so. Wer ein Bild von der Auseinandersetzung mit dem NS im Kopf hat, das sich an den &#8217;68ern ausrichtet, der wird erstaunt sein, wie &#8211; ganz im Gegensatz zur populären Rückschau &#8211; die politische und juristische Aufarbeitung nicht nur früh einsetzte, sondern mit ihren Mitteln auch konsequent vorging, kulminierend in den <a title="zum Wikipedia-Artikel über die Auschwitz-Prozesse" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Auschwitzprozesse" target="_blank">Auschwitz-Prozessen</a> Mitte der 60er Jahre (und eben vor 1968!).</p>
<p>Ich habe das Buch zur Vorbereitung für eine Klausur benutzt, würde es aber auch jedem interessierten Laien sofort empfehlen: <strong>4/5</strong>.</p>
<h3>Troy Denning &#8211; Die Gladiatoren von Tyr (Unter der dunklen Sonne #1)</h3>
<div id="attachment_940" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/3442245737?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=3442245737"><img class="size-full wp-image-940" title="Troy Denning - Die Gladiatoren von Tyr" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/02/denningdarksun.jpg" alt="Troy Denning - Die Gladiatoren von Tyr" width="150" height="233" /></a><p class="wp-caption-text">Die Gladiatoren von Tyr</p></div>
<p>Pfui! Warum muss Fantasy-Literatur so schlecht geschrieben sein? Die AD&amp;D-Spielwelt &#8220;Dark Sun&#8221; hat mit Tolkien ausnahmsweise wenig zu tun, eher mit dem apokalyptischen Cyberpunk der 80er. Und was macht Troy Denning mit all den interessanten Ansätzen: Erstmal entwirft er eine ganz interessante Geschichte mit ungewöhnlichen Charakteren, die sich um Moral wenig zu scheren scheinen. Klingt nett &#8211; wenn&#8217;s nicht so grottenschlecht geschrieben wäre. Ich gebe mal ein Beispiel:</p>
<blockquote><p>Der Hochtempler beobachtete die Qualen seiner Rivalin mit seltsamer Faszination. Sicher, er war froh, sie loszuwerden, aber ihr plötzliches Hinscheiden war eine ernüchternde Erinnerung daran, welchen Preis die Hochtempler manchmal für ihre Machtpositionen zahlen mußten.</p></blockquote>
<p>Es ist richtig, dass die Strukturen dieser fremden Gesellschaft in irgendeiner Form der Erläuterung bedürfen, aber Denning erzählt diese Eigenheiten erst bildlich und liefert dann prompt aufgeplusterte Reflexionen seiner Charaktere zu dem gerade geschehenen. Es mag eine Horde von Menschen da draußen geben, die sich keine Gedanken über die Geschichten, die sie lesen machen möchten und lieber jedes Detail vom Autor selbst interpretiert haben wollen. Aber diese Diktatur des geschriebenen Wortes, die mich als mündigen Leser verspotten möchte, kann ich kaum ein paar Seiten aushalten. Dazu kommen die üblichen Schundroman-Floskeln. Charaktere &#8220;grinsen vielsagend&#8221; und so weiter.</p>
<p>Ich weiß, ich sollte mich nicht darüber aufregen. Ich denke nur, dass das Fantasy-Genre nicht mit diesem Müll zugekleistert werden sollte, das Klischees und Vorurteile in Kinderarzt- und Heimat-Romane, wg. mir auch in Lassiter-Heftchen gehören &#8211; aber bitte doch nicht in fantastische Welten, die die Fantasie des Lesers beflügeln und eben nicht einengen sollen. Der Krempel hier verdient jedenfalls die Bezeichnung <em>pulp fiction</em>: <strong>1/5</strong>.</p>
<h3>Patrice Louinet (Hrsg.) &#8211; Robert E. Howard: The Conquering Sword of Conan</h3>
<div id="attachment_943" class="wp-caption alignleft" style="width: 210px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345461533?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0345461533"><img class="size-full wp-image-943" title="The Conquering Sword of Conan" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/02/conanbook1.jpg" alt="The Conquering Sword of Conan" width="200" height="302" /></a><p class="wp-caption-text">The Conquering Sword of Conan</p></div>
<p>Um dem doch einen versöhnlichen Abschluss entgegenzuhalten, hier nochmal einen Hinweis auf die fantastischen Erzählungen von Robert E. Howard. &#8220;The Conquering Sword of Conan&#8221; ist der dritte Teil einer herausgeberischen Meisterleistung: Alle Conan-Geschichten wurden im ungekürzten und unbearbeiteten (lediglich einige aufgeführte Rechtschreibfehler wurden korrigiert) Originalzustand abgedruckt und durch stimmungsvolle Illustrationen erweitert.</p>
<p>Dazu gibt&#8217;s noch Drafts, Karten und einen auf alle drei Bände aufgeteilten Aufsatz über die Entstehung von Howards Welt &#8220;Hyperborea&#8221;. Ein richtig bibliophiles Vergnügen und wenn man die chronologisch sortierten Geschichte gelesen hat, dann weiß man auch, warum es die Mühe wert gewesen ist! Howard ist ein großartiger Schreiber gewesen, mit einer Gabe, spannend und auf den Punkt zu schreiben, ohne dabei platt zu wirken und sich in immer gleichen Klischees zu wälzen.</p>
<p>Die beste Geschichte ist für mich &#8220;Red Nails&#8221;. Hier holt Howard alles aus seiner Erfahrung mit dem Charakter Conan heraus und erschafft ein surreales, beklemmendes Ambiente, das sich, obwohl es seinerzeit für einen Mehrteiler im Weird-Tales-Magazin konzipiert worden war, wie ein Ganzes liest. Meine unbedingte Empfehlung: Lest Conan, lest Robert E. Howard! <strong>5/5</strong>.</p>
<h3>Und zum Schluss: Senfmuffin</h3>
<p>Eine weitere Leseempfehlung, allerdings online: Meine Schwester bloggt seit Anfang des Jahres auf <a title="zu Vanessas Blog" href="http://senfmuffin.de/" target="_blank">senfmuffin.de</a> &#8211; und das so liebenswert illustriert. Schaut mal vorbei!</p>
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		<title>Zweifelhaft demokratischer VDSt zu Bonn</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Jan 2011 16:06:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Welthaltiges]]></category>
		<category><![CDATA[demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Als Bonner Student bin ich noch nicht mit Verbindungen in Kontakt gekommen. Das Verbindungswesen ist mir fremd, ich fühle mich weder einer akademischen Elite zugehörig, noch denke ich, dass ich mich mit anderen exklusiv organisieren müsste, um dadurch Zugehörigkeit zu empfinden und Aufstiegsmöglichkeiten zu schöpfen. Nun lasse ich aber selbstverständlich gern &#8220;jedem Tierchen sein Plessierchen&#8221; [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Als Bonner Student bin ich noch nicht mit Verbindungen in Kontakt gekommen. Das Verbindungswesen ist mir fremd, ich fühle mich weder einer akademischen Elite zugehörig, noch denke ich, dass ich mich mit anderen exklusiv organisieren müsste, um dadurch Zugehörigkeit zu empfinden und Aufstiegsmöglichkeiten zu schöpfen. Nun lasse ich aber selbstverständlich gern &#8220;jedem Tierchen sein Plessierchen&#8221; und denke auch, dass Verbindungen für manche &#8211; und mir sind auch die ein oder anderen Mitglieder solcher Verbindungen bekannt &#8211; durchaus eine lohnende und sinngebende Möglichkeit der Freizeitgestaltung darstellen. Alles kein Problem! Aber&#8230;<span id="more-922"></span></p>
<p>Ich hätte diesen Artikel ja gar nicht beginnen brauchen, wenn ich nicht doch Zweifel an diesem System hätte. Mein jüngster Zweifel ist es mir daher auch wert, hier zum Ausdruck gebracht zu werden. Eine nicht-schlagende, offenkundig, d.h. <a title="zur Seite des Dachverbandes der VDSt" href="http://www.vvdst.org/vvdst/prinzipien-und-ziele.html" target="_blank">laut Eigenaussage</a>, recht tolerante Gruppierung namens &#8220;Verbindung Deutscher Studenten zu Bonn&#8221; hat, gewollt oder ungewollt, einen sensiblen Nerv in mir getroffen, nämlich den, der aufschreckt, wenn es um gefährliche Annäherungen nach rechts außen, dort, wo es langsam bräunlich wird, geht. Da steht auf der Homepage des VDSt zu Bonn, deren Mitglieder &#8220;sollen als pflichtbewußte Bürger ihres Staates und Angehörige  des deutschen Volkes&#8221; u.a.:</p>
<blockquote><p>für die unveräußerlichen und unverletzlichen Menschenrechte sowie die Rechte ethnischer Minderheiten in ihrer angestammten Heimat auf ihre eigenständige Sprache und Kultur, insbesondere für die Verbundenheit mit allen Angehörigen unseres Volkes durch politische Unterstützung, kulturelle Föderung, soziale Hilfe und menschliche Begegnung in ihrer Verantwortung vor Gott eintreten.</p>
<p style="text-align: right;">[Quelle: <a title="zur Seite des VDSt" href="http://www.vdst-bonn.de/wir" target="_blank">http://www.vdst-bonn.de/wir</a>]</p>
</blockquote>
<p>Dieser verschachtelte, offensichtlich auch syntaktisch nicht einwandfreie Passus enthält Äußerungen, die ich für höchst bedenklich halte, zumal diese Verbindung mit ihrer Liebe zur Demokratie ganz offensichtlich um Mitglieder wirbt. Was steht dort? Erst einmal liest sich das nett: Das VDSt-Mitglied solle sich für Menschenrechte und den Minderheitenschutz einsetzen. Klingt an sich gut und unbedenklich, wenn da nicht diese krude Hinzusetzung wäre: &#8220;die Rechte ethnischer Minderheiten [...] auf eigenständige Sprache und Kultur&#8221; gelten für den VDSt &#8220;<em>in ihrer angestammten Heimat</em>&#8220;. Was bedeutet das? Ethnische Minderheiten hätten demnach also dort ein Recht auf ihre eigene Sprache und Kultur, wo sie &#8220;<em>angestammt</em>&#8221; wären: Die Türken in der Türkei, die Rumänen in Rumänien, die Briten im Vereinigten Königreich. Nur dort?</p>
<p>Ich muss zugeben, aus diesem Satz lässt sich dies nicht expressis verbis herauslesen, doch allein die Erwähnung, die verschachtelte Einfügung, deutet für mich darauf hin, dass man als Mitglied der Verbindung <em>in Deutschland</em> eben nicht für die Rechte dieser Minderheiten eintreten solle. Wie lässt sich diese Einstellung mit dem Eintreten &#8220;für die demokratische Grundordnung, für Recht und Freiheit in allen Bereichen des staatlichen, politischen und gesellschaftlichen Leben&#8221; (Zitat von der angegeben Seite) verbinden? Eben so: Auch hier sind nur das Recht und die Freiheit &#8220;unseres Volkes&#8221; gemeint. Wer mit solchen Prinzipien wirbt, der stimmt meines Erachtens nicht für die Demokratie, sondern für die Diktatur der Mehrheit.</p>
<p>Ich setze eine gewisse Unschuldsvermutung voraus und möchte keinen direkten Vergleich mit dem folgenden Zitat ziehen. Ich möchte aber darauf hinweisen, wie gefährlich nahe all diese Stellen auf den Seiten des VDSt zu den Überzeugungen einer vom Verfassungsschutz beobachteten Parteiung namens NPD stehen. Ich zitiere aus der Seite &#8220;Oft gefragt&#8221; auf deren Homepage, wo es um die Frage nach der Ausländerfeindlichkeit geht. Auf eine Verlinkung zur Quelle verzichte ich, um nicht für noch mehr Klicks auf deren Seite zu sorgen, oder irgendwann Gefahr zu laufen, auf die Seiten einer verbotenen Organisation zu verlinken (wer weiß, was in Zukunft geschieht):</p>
<blockquote><p>Wir sind in allererster Linie eine inländerfreundliche Partei.  Deutschland hat das Land der Deutschen zu bleiben, weshalb wir vor allem  einwanderungsfeindlich sind. Gegen Nichtdeutsche in ihren Heimatländern  hat hingegen keiner von uns etwas.</p>
<p style="text-align: right;">[Quelle: Internetseiten der NPD unter "Oft gefragt"]</p>
</blockquote>
<p>Wer sich als Student für Verbindungen interessiert &#8211; gegen konservative, christliche, ja sogar klischeehaft deutschtümelnde ist ja schließlich nichts einzuwenden &#8211; der sollte sich schon eingehend mit deren Überzeugungen und Zielen auseinandersetzen und sich im Zweifel bewusst sein, durch eine solche Zugehörigkeit in eine Schublade gesteckt zu werden, in der sie oder er mit unangenehmen Zeitgenossen gleichgesetzt wird.</p>
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		<title>Conan&#8217;s Wheel</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Jan 2011 13:54:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Historia]]></category>
		<category><![CDATA[Moving Pictures]]></category>
		<category><![CDATA[Weisheitsliebe]]></category>
		<category><![CDATA[barbaren]]></category>
		<category><![CDATA[mittelalter]]></category>
		<category><![CDATA[nostalgie]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gehört zu den prächtigsten und eindrucksvollsten Bildern des Fantasy-Klassikers &#8220;Conan der Barbar&#8220;: Das Rad des Schmerzes (en: Wheel of Pain). Kein Wort begleitet den Werdegang Conans vom schmächtigen Kind zum erwachsenen Muskelprotz und es sind auch keine notwendig; von selbst erklären sich die Torturen, die Einsamkeit, die nie endende Bewegung im Kreis. Am Ende [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-892" title="Conan's Wheel" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/01/conanswheel.jpg" alt="Conan's Wheel" width="580" height="392" /></p>
<p>Es gehört zu den prächtigsten und eindrucksvollsten Bildern des Fantasy-Klassikers &#8220;<a title="zum Film bei imdb.com" href="http://www.imdb.com/title/tt0082198/" target="_blank">Conan der Barbar</a>&#8220;: Das Rad des Schmerzes (en: Wheel of Pain). Kein Wort begleitet den Werdegang Conans vom schmächtigen Kind zum erwachsenen Muskelprotz und es sind auch keine notwendig; von selbst erklären sich die Torturen, die Einsamkeit, die nie endende Bewegung im Kreis. Am Ende blickt <a title="zum Wikipedia-Artikel über Arnold Schwarzenegger" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Arnold_Schwarzenegger" target="_blank">Arnold Schwarzenegger</a> mit gewaltigem, konzentriertem Blick nach vorn: Conan ist geboren!<span id="more-891"></span></p>
<div id="attachment_901" class="wp-caption alignright" style="width: 210px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/0345461533?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=0345461533"><img class="size-full wp-image-901" title="Howard-TheConqueringSowrdofConan" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/01/conanbook1.jpg" alt="Robert E. Howard: The Conquering Sword of Conan (hg. von Patrice Lou" width="200" height="302" /></a><p class="wp-caption-text">Robert E. Howard: The Conquering Sword of Conan (hg. von Patrice Louinet)</p></div>
<p>Im (sehr unterhaltsamen) Audiokommentar zu Conan muss Schwarzenegger den Regisseur <a title="zum Wikipedia-Artikel über John Milius" href="http://de.wikipedia.org/wiki/John_Milius" target="_blank">John Milius</a> noch einmal nachfragen, wofür diese monströse Apparatur in der filmischen Realität denn überhaupt gedacht war. &#8220;Um Korn zu mahlen&#8221;, behauptet dieser, kann anschließend aber auch nicht begründend darstellen, woher das viele Korn denn gekommen sein mag. Und auch wenn es einen offensichtlichen Grund für das Rad gegeben hat: Für mich steht fest, es diente allein der Folterung und Stählung dieser Knirpse, von denen letztlich nur einer, Arnie, pardon, Conan, übrigbleibt. Natural selection at its best! Wer die Werke des Conan-Schöpfers <a title="zum Wikipedia-Artikel über Robert E. Howard" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Robert_E._Howard" target="_blank">Robert E. Howard</a> kennt (und ich empfehle das), der weiß, dass Sozialdarwinismus und Rassentheorien einen guten Teil des Howard&#8217;schen Denkens ausgemacht haben (Ansichten, die ich nicht empfehle) &#8211; wer soll&#8217;s ihm Verübeln, schrieb er doch in den späten 20ern und 30ern, als derlei inhumane Wirrungen noch Allgemeingut waren.</p>
<p style="text-align: left;">Zurück zum &#8220;Wheel&#8221;: Leider verrät der Audiokommentar nicht, welche Inspiration dahinter steckte &#8211; da Milius sich nicht dazu äußert, wird es wohl sein berühmter Co-Autor <a title="zum Wikipedia-Artikel über Oliver Stone" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Stone" target="_blank">Oliver Stone</a> gewesen sein, der die Idee dazu hatte (wie auch zum eigentlichen Skript an sich). Ich habe also ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass es durchaus Vorlagen für diese Pein gibt. Der sog. <a title="zum Wikipedia-Artikel über den Utrecht-Psalter" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Utrecht-Psalter" target="_blank">Utrecht-Psalter</a>, ein mittelalterliches Manuskript, in dem biblische Psalmen illustriert wiedergegeben sind, zeigt zu Psalm 12 ein ähnliches Motiv:</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-903 aligncenter" title="utrechtpsalter1" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/01/utrechtpsalter1.jpg" alt="Passage aus dem Utrecht Psalter" width="178" height="159" /></p>
<p style="text-align: left;">Die dazugehörigen lateinischen Zeilen werden in meiner Bibel mit Einheitsübersetzung folgendermaßen übersetzt:</p>
<blockquote><p>[8] Du, Herr, wirst uns behüten / und uns vor diesen Leuten für immer erretten,<br />
[9] auch wenn die Frevler frei umhergehen / und unter den Menschen die Gemeinheit groß wird.</p></blockquote>
<p>Es wird schwer, hier eine angemessene Interpretation anzuwenden, daher bemühe ich eine zweite Übersetzung (diesmal aus dem Hebräischen) von Emil Kautzsch:</p>
<blockquote><p>[8] Du, Jahwe, wirst uns behüten, / wirst uns ewiglich bewahren vor diesem Geschlecht!<br />
[9] Ringsum wandeln die Gottlosen, / wenn Gemeinheit unter den Menschenkindern obenauf kommt.</p></blockquote>
<p>Hier wird deutlicher, was die Illustratoren des Utrecht-Psalters dazu bewogen hat, die &#8220;Gemeinheit der Menschen&#8221; in dieser Art darzustellen: &#8220;in circuitu impii ambulant&#8221; &#8211; Im Kreise wandeln die Bösen! Und dass sie dies an einem Drehkreuz machen, das keinem offensichtlichen Zweck dient, weist für mich die Parallele zu Conan&#8217;s Wheel auf. Mit dem gravierenden Unterschied, dass hier die unnütze Arbeit den Schlechten zugestanden wird, während im Film das Erstarken von Conan an der unnützen Arbeit ja geradezu positiv konnotiert wird: Erst durch die Marter und Qualen kann der determinierte Geist Conans reifen &#8211; mit jeder Jahreszeit, jedem Jahr reift der primitive Durchsetzungswille, der Conan später in der feindlichen Welt zum Erfolg bringen wird.</p>
<p>Dieser zynische Beigeschmack deutet für mich auf Oliver Stones Schaffen in diesem Film hin: Steckt da nicht ein Funken Gesellschaftskritik in diesem Rad? Milius selbst behauptet im Audiokommentar, dass jeder von uns an diesem Rad drehen müsse, jeder müsse drehen und drehen, bis er dieser Welt die Zähne zeigen könne.</p>
<p><img class="aligncenter size-full wp-image-910" title="conanfilm1" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2011/01/conanfilm1.jpg" alt="" width="580" height="326" /></p>
<p>Im Amerika der frühen 80er breiten sich die Strömungen des Neo-Liberalismus und des Neo-Konservatismus aus. Stone, dessen idealistische Ansichten man heute mit dem nicht minder zynischen Begriffs der &#8220;Sozialromantik&#8221; beschreiben würde, kritisiert diese Bewegungen seit je her. besonders augenscheinlich natürlich in seinem 1987er Streifen <a title="zum Film auf imdb.com" href="http://www.imdb.com/title/tt0094291/" target="_blank">Wall Street</a>. Das Rad des Schmerzes als Knechtigung des modernen Menschen durch das kapitalistische Joch?</p>
<p>Es gibt aber eben auch eine positive Deutungsmöglichkeit: Trotz aller widriger Umstände bildet Conan eine stoische Gelassenheit aus, mit der er sein Rad vorantreibt. Die äußeren Einflüsse, selbst Schnee und Eis, scheinen ihn nur minimal zu beeinflussen. Auch ist das Rad nicht der letzte Faktor in der Wesensbildung Conans: Später, als Gladiator, erlernt er seine Tödlichkeit und Konfliktfreude, mit seinen Gefährten schließlich die Menschlichkeit und überwindet zu guter Letzt durch den Tod von Thulsa Doom die Geister seiner Vergangenheit. Das Rad bildet dabei den ersten Punkt in der Entstehung eines Charakters der mehr als nur &#8220;larger than life&#8221; erscheint!</p>
<p>Nachtrag: Wer durch den Utrecht Psalter online blättern möchte, der rufe die Seite <a title="zum Utrecht Psalter online" href="http://psalter.library.uu.nl/" target="_blank">http://psalter.library.uu.nl/</a> auf. Aber Vorsicht, aus unerfindlichen Gründen lässt sich diese nur im Internet Explorer öffnen.</p>
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		<title>The Elder Scrolls IV: Oblivion</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Dec 2010 15:12:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spieltrieb]]></category>
		<category><![CDATA[rollenspiel]]></category>
		<category><![CDATA[videospiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich weiß, Neuerungen im Spielesektor gehen komplett an mir vorbei. Das liegt einerseits daran, dass ich nicht up-to-date bin und keine Spielezeitschriften mehr kaufe, andererseits liegt es an meinem mediokren technischen Equipment, auch wenn ich Anfang 2009 einen ganz tüchtigen neuen PC gekauft habe (mittlerweile natürlich wieder veraltet). Mitunter sind mir auch die Preise für [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B0009PO5J8?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B0009PO5J8"><img class="alignleft size-full wp-image-884" title="The Elder Scrolls IV: Oblivion" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2010/12/oblivion.jpg" alt="The Elder Scrolls IV: Oblivion" width="150" height="217" /></a>Ich weiß, Neuerungen im Spielesektor gehen komplett an mir vorbei. Das liegt einerseits daran, dass ich nicht up-to-date bin und keine Spielezeitschriften mehr kaufe, andererseits liegt es an meinem mediokren technischen Equipment, auch wenn ich Anfang 2009 einen ganz tüchtigen neuen PC gekauft habe (mittlerweile natürlich wieder veraltet). Mitunter sind mir auch die Preise für neue Spiele einfach zu hoch &#8211; wartet man ein, zwei Jahre, sinken diese schon drastisch und als ich Oblivion, den Nachfolger meines geliebten Morrowind, in einem englischen Charity-Shop für sage und schreibe £4 gesehen habe, musste ich einfach zugreifen.<span id="more-883"></span></p>
<p>Oblivion versucht genau wie sein Vorgänger, eine epische Story mit einem Open-World-Szenario zu verbinden. Von der Sichtweise der Story aus gelingt dies auch: Die Hauptkampagne schaltet dynamisch Ereignisse frei, die ich aber auch, wenn ich es möchte, vernachlässigen kann, um mich anderen Verlockungen der wirklich hübschen Welt zu widmen. Problematisch wird es aus Sicht der Open-World: Zwar sind die NPCs im Vergleich zum Vorgänger wesentlich aktiver geworden und haben nun einen Tagesablauf, doch gibt es keine selbstständigen Veränderungen in der Welt, jede Aktion geht nach wie vor vom eigenen Charakter aus und diese sind mit den großen Quests, allen voran der Hauptkampagne verknüpft.</p>
<p>Das sperrige Questsystem von Morrowind ist in Oblivion stark vereinfacht, aber nicht auf das Niveau von World-of-Warcraft banalisiert worden. Etwas zu simpel ist es mir aber schon, wenn die Orte, die ich zu besuchen habe, per Radar angezeigt werden und ich Quests &#8220;aktivieren&#8221; kann, damit ich sie ja nicht durcheinander bringe. Es ist bequem, auf diese Art an die Hand genommen zu werden, aber ich empfinde das als Bevormundung und der eigentliche Reiz, das Suchende, Forschende, wird dadurch arg abgemindert. Noch bequemer ist die Fast-Travel-Funktion, mit der ich Orte auf der Karte anklicken kann und im nächsten Moment schon dort bin. Ich gebe zu, dass die ewige Herumlauferei in Morrowind ein Greuel ist &#8211; doch sobald man sich an das vernetzte System von Silk-Stridern, Magier-Akademien, Schiffen und Propylonen-Teleportern (versteht mich jemand?) durchschaut gewöhnt hatte, ergaben sich interessante Denkprozesse à la &#8220;wie komme ich schnellstmöglich von A nach B?&#8221;.</p>
<p>Oblivion, so scheint es mir, sollte vor allem auch den wachsenden Konsolenmarkt befriedigen; und für Konsolen braucht&#8217;s eben in der Hauptsache Action und Handlung. Davon gibt es wirklich genug, auch wenn ich das Kampfsystem für lahm und eintönig halte &#8211; keine Konkurrenz für modernere Action-Rollenspiele. Trotz meiner Kritik am Questsystem sind es aber gerade die Quests, gerade die großen Kampagnen um die Gilden und die Hauptkampagne, die das Spiel so wertvoll machen. Mein Favorit ist die Diebesgilden-Kampagne, die ganz andere Aspekte des Spiels in den Vordergrund stellt, als das ewige Hauen und Stechen, nämlich das Schleichen und Stehlen. Hier steht Oblivion einem Spiel wie Dark Projekt, das eigens darauf ausgerichtet war, kaum in etwas nach.</p>
<p>Aber, ach, als Open-World-Befürworter fällt mein Fazit gemischt aus. Ich kann kaum darüber hinweg sehen, dass mir das Spiel, anstatt mir neue Reize zu liefern, immer wieder die gleichen Gegner vorsetzt und diese, was ihre Stärke und ihren Loot angeht, einfach nur meinem Level anpasst. Lediglich durch mein wachsendes Equipment und die schnellere Fortbewegung merke ich etwas wie einen Fortschritt in diesem Spiel. Meine Gegner bleiben, bis auf Ratten und Wölfe, immer gleich stark und werden teilweise, wenn ich mich nicht primär auf die Kampffertigkeiten beim Stufenaufstieg kümmere, sogar stärker. Einzigartige Gegenstände gibt es in Oblivion kaum. Ich laufe seit Stufe 20 mit der gleichen Rüstung herum, weil es keine besseren Alternativen gibt. Selbst die Rüstung, die man am Ende der Hauptkampagne bekommt, hat einen deutlich niedrigeren Rüstungswert als die 08/15 Daedra-Rüstung, die durch das, sorry, bescheuerte Level-Anpassungssystem selbst von ein paar Räuberlümmeln getragen wird.</p>
<p>Es mag fast verwundern, dass ich bei all dieser Kritik das Spiel trotzdem durchgespielt habe, d.h. alle großen Kampagnen, die der Krieger-, Magier-, Diebes- und Assassinengilde und die große Kampagne um die Rettung von Cyrodil &#8211; selbstverständlich kann man dies Elder-Scrolls-typisch mit einem einzigen Charakter schaffen &#8211; Trennungen zwischen Klassen gibt es schließlich nicht; die Klassen in Oblivion sollten eher &#8220;Profile&#8221; heißen, da sie nur die Werte der verschiedenen Fertigkeiten steuern, welche letztlich durch Anwendung und Trainer jederzeit gesteigert werden können. Ich mag das. Sogar gern. Aber ich verstehe auch, wenn man ein Spiel mit unterschiedlichen Charakteren auf unterschiedliche Art und Weise lösen möchte. Der Wiederspielwert von Oblivion jedenfalls ist ziemlich gering. Da mag die Grafik noch so schön sein.</p>
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		<title>Mount &amp; Blade</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Dec 2010 18:12:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spieltrieb]]></category>
		<category><![CDATA[rollenspiel]]></category>
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		<description><![CDATA[Der RPC dieses Jahres sei&#8217;s gedankt: In einem Magazin, das ich dort in die Hand gedrückt bekam, sah ich den Test für ein PC-Spiel namens &#8220;Mound &#38; Blade: Warband&#8221;. Die Screenshots sahen ok aus, der Test las sich ein wenig besser und weil ich neugierig war, besorgte ich mir den kostengünstigen Vorgänger &#8220;Mount &#38; Blade&#8221;. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_875" class="wp-caption alignright" style="width: 160px"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B001BTPRLG?ie=UTF8&amp;tag=jueibl-21&amp;linkCode=as2&amp;camp=1638&amp;creative=19454&amp;creativeASIN=B001BTPRLG"><img class="size-full wp-image-875" title="Mount &amp; Blade" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2010/12/moundandblade.jpg" alt="Mount &amp; Blade" width="150" height="211" /></a><p class="wp-caption-text">Mount &amp; Blade</p></div>
<p>Der <a title="zum Bericht über die RPC 2010" href="http://www.juhublog.de/2010/04/rpc-role-play-convention-2010-in-koln/" target="_self">RPC dieses Jahres</a> sei&#8217;s gedankt: In einem Magazin, das ich dort in die Hand gedrückt bekam, sah ich den Test für ein PC-Spiel namens &#8220;Mound &amp; Blade: Warband&#8221;. Die Screenshots sahen ok aus, der Test las sich ein wenig besser und weil ich neugierig war, besorgte ich mir den kostengünstigen Vorgänger &#8220;Mount &amp; Blade&#8221;. Das war eine gute Entscheidung! Kaum ein Spiel, das ich in den letzten Jahren angespielt, bzw. gar durchgespielt habe, hat mich so durch seine originellen Ansätze überzeugt. In meinem Artikel über das für mich höchst enttäuschende deutsche Rollenspiel &#8220;Drakensang&#8221; hatte ich schon meinen Unmut über moderne RPGs für Konsolen und Computer ausgelassen; hier sah ich dagegen, dass ein freies Entwicklerteam (ich hörte ein türkisches Pärchen) Ideen und Konzepte gesammelt hatte, ohne dabei strikt auf die Umsetzung auf dem Massenmarkt zu schielen: Einfach aus der Überzeugung, dass ihr Produkt letztlich überzeugen würde. Hut ab schon einmal für den Ansatz.<span id="more-874"></span></p>
<p>Umso besser, dass Mount &amp; Blade eine wirkliche Alternative zu den &#8211; Hand aufs Herz &#8211; wenig überraschenden und faden modernen RPGs à la Drakensang, Oblivion (und das sage ich als Fan der Serie!) und den neueren Ablegern ist, die ich namentlich fairerweise nicht nenne, da ich sie nur aus Rezensionen kenne. Warum das so ist? Weil hier nicht die übliche Weltretterstory im Vordergrund steht und, was für mich noch wichtiger ist, weil in Mount &amp; Blade ein Open-World-Szenario geboten wird, das diesen Namen auch verdient. Schon zu Drakensang hatte ich angemerkt, dass mir diese rein auf die Hintergrundgeschichte zugeschnittenen RPGs mittlerweile nicht mehr ausreichen. Zu bieder ist das, zu gewollt, zu simpel. Natürlich möchte ich, also mein Alter Ego,  in meinem Spiel eine wichtige Rolle spielen, aber wie naiv und einfältig erscheint mir die Option, diese Rolle auf meinen Leib zugeschneidert zu sehen, mit lauter Zufällen und Wirrungen, die nur auf mich als Messias von Königreich XY hindeuten.</p>
<p>Pah. Mount &amp; Blade sagt mir eindeutig, wo der Hase herläuft. Zu Beginn kriege ich nämlich erst einmal ordentlich auf einen auf die Drömel, von Vagabunden, Räubern und selbst einfachem Gesindel. Meinen Ruf muss ich mir hart erarbeiten, indem ich erst kleinere Jobs in kleinen Dörfern annehme und mir so nach und nach ein kleines Söldnerheer aufbaue, mit dem ich mich schließlich in den Krieg um die Welt einklinken kann &#8211; und auch dort bekomme ich zunächst einmal einige Lektionen erteilt. Das Spiel findet auf zwei Ebenen statt. Zum Einen die strategische Karte, auf der ich meine Spielfigur von Ort und zu Ort auf einer Karte schicke und dort auch sehe, wo sich andere Verbände: Bauern, Räuber, Karawanen und Heere hinbewegen. Zum Anderen die gewohnte taktische 3D-Umwelt, die sich immer dann auftut, wenn ich einen Ort betrete oder mit einem dieser Verbände zusammengerate. Geht es gegen einen feindlichen Verband, müssen auch schon bald die Waffen sprechen &#8211; und da wird Mount &amp; Blade für den Actionspieler am spannendsten.</p>
<p>Ich habe schon einiges an Erfahrung, wenn es um Steuerungen von Actionspielen geht und Mount &amp; Blade hat wirklich eine der besten: Ob Reiten auf dem Pferd oder zu Fuß: Die Handhabung der Waffen erfolgt herausfordernd aber sehr intuitiv. Es gibt für einen Hack-&amp;-Slay-Freund kaum befriedigendere Gefühle, als in ein Heer von Speermilizen zu reiten, dabei drei, vier Kerlchen gleich von den Füßen zu reißen und den fünften mit einem gefühlvollen und kräftigen Schwung seines Schwertes in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Auch die Mitstreiter lassen sich flink über ein Taktik-Interface koordinieren &#8211; dabei haben sich auf offenem Felde die gut gerüsteten Ritter von Swadia und bei Belagerungen die tapferen Nord-Huskarle als beste Truppen erwiesen. Das zunächst Überraschende: Aus viel mehr als dem gerade beschriebenen besteht das Spiel im Grunde nicht.</p>
<p>Als Spieler baue ich mir mit und mit eine schlagkräftige Söldnertruppe auf und kämpfe, sobald ich mich einem der Fürstenhäuser angeschlossen habe, für dessen Gunst, plündere feindliche Dörfer, Städte und Burgen, dezimiere die feindlichen Armeen und werde als Vasall in eroberte Gebiete eingesetzt, durch deren Steuern ich den Unterhalt für eine größere Armee sicherstelle. Letztlich lässt sich das Spiel auf diese Weise sogar durchspielen: Wenn alle feindlichen Orte und alle feindlichen Armeen besiegt sind: Was soll dann schon noch passieren? Dazu kommen einige Quests für befreundete Fürsten und Edeldamen, wechselnde Turniere in den Großstädten und Handelsoptionen à la Privateer (nicht, dass ich von Herumgeirre, Kaufen und Verkaufen in Spielen, die eigentlich Spaß machen sollen, etwas halten würde).</p>
<p>Um zu dem Open-World-Szenario zurückzukommen: Das Grandiose an Mount &amp; Blade &#8211; und das hätten mit einem ähnlichem Szenario angelegte Spiele wie Morrowind oder Oblivion sicher auch gerne &#8211; ist, dass die Welt um meinen Charakter herum auch ohne sein Zutun funktioniert! Da ziehen Kriegsfürsten umher, kämpfend und plündernd, Karawanen und Bauern reisen von einem Ort zum anderen, um Waren zu verkaufen &#8211; ob ich nun eingreife oder nicht. Gerade in einem solchen Szenario wird mein Eingriff in die Welt erst so richtig sichtbar. Wer es so weit bringt, ganze Städte zu erobern und es schafft, sie gegen Invasoren zu halten, der erfährt seinen eigenen Fortschritt in der Spielwelt unmittelbar. Die vielen Quests auf unterschiedlichem Niveau, die zwar jederzeit anwählbar sind, aber eben entweder nur für höherstufige Charaktere geeignet sind oder für diesen nicht mehr lukrativ genug sind, zeigen ganz ohne lineare Zwänge einen Weg für mich als Spieler auf, den ich verfolgen kann &#8211; wenn ich das möchte.</p>
<p>Bei all den überschwenglichen Worten müssen natürlich auch ein paar der Kritik fallen: Das Konzept hat mich nach einer gewissen Zeit doch etwas ermüden lassen. Schlachten mit mehreren hundert Beteiligten können gut und gern mehrere Stunden in Anspruch nehmen &#8211; besonders, wenn die Gegner mit Pferd und Bogen kämpfen und dabei permanent dem eigenen Angriff ausweichen. Die antiquierte Grafik ist für mich kein Wermutstropfen gewesen, da ich das Spielprinzip immer vor seine Gestaltung setze, aber das mag bei der Mehrheit der Spieler sicher anders herum gehen: Mount &amp; Blade ist ein Spiel für Liebhaber, für Außenseiter und solche, denen das Gros der Spiele auf dem Markt einfach zu tumb und gefällig ist.</p>
<p>Meine bessere Hälfte hat die vielen Stunden, die ich vor dem Spiel gesessen habe, allerdings mit diesen Gedanken verbracht:</p>
<div id="attachment_878" class="wp-caption aligncenter" style="width: 510px"><img class="size-full wp-image-878" title="Dawn &amp; Blade" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2010/12/dawnandblade.jpg" alt="Dawn &amp; Blade" width="500" height="550" /><p class="wp-caption-text">Dawn &amp; Blade</p></div>
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		<title>Meine Bachelor-Arbeit ist in trockenen Tüchern</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Sep 2010 12:52:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[studium]]></category>

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		<description><![CDATA[Das internationale Star-Model Dawn G. präsentiert meine Bachelor-Arbeit mit dem Titel &#8220;Bild und Bedeutung. Zur Funktion von Kunst im klassischen Athen&#8221;.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="aligncenter size-full wp-image-845" title="Dawn mit meiner Bachelor-Arbeit" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2010/09/dawnbachelorarbeit.jpg" alt="Dawn mit meiner Bachelor-Arbeit" width="580" height="773" /></p>
<p>Das internationale Star-Model Dawn G. präsentiert meine Bachelor-Arbeit mit dem Titel &#8220;Bild und Bedeutung. Zur Funktion von Kunst im klassischen Athen&#8221;.</p>
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		<title>Give me a break!</title>
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		<pubDate>Tue, 17 Aug 2010 15:33:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Marcus Kästner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Spieltrieb]]></category>
		<category><![CDATA[nostalgie]]></category>
		<category><![CDATA[videospiel]]></category>

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		<description><![CDATA[Während sich Scharen von Spielern momentan über StarCraft 2 hermachen, habe ich mich für die bedeutend billigere Variante entschieden und den ersten Teil für 1€ aus einem Second-Hand-Laden entführt. Seinerzeit musste ich nämlich immer bloß mit der Spawn-Version Vorlieb nehmen, d.h. einer Basisinstallation, mit der man nur im Multiplayer spielen konnte. Und: ja, das Flair [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2010/08/starcraft1.jpg"><img class="size-medium wp-image-836 alignleft" title="StarCraft1" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2010/08/starcraft1-300x225.jpg" alt="Eine fremde Basis unter meinem Beschuss" width="300" height="225" /></a>Während sich Scharen von Spielern momentan über StarCraft 2 hermachen, habe ich mich für die bedeutend billigere Variante entschieden und den ersten Teil für 1€ aus einem Second-Hand-Laden entführt. Seinerzeit musste ich nämlich immer bloß mit der Spawn-Version Vorlieb nehmen, d.h. einer Basisinstallation, mit der man nur im Multiplayer spielen konnte. Und: ja, das Flair ist noch da, das ich damals hatte, als es mit zwei Freunden im Büro dessen Vaters gegen den recht anspruchsvollen Computerspieler ging.<span id="more-835"></span></p>
<p>Eigentlich bin ich aber kein großer Freund von Echtzeit-Strategie. Ich mag Aufbauspiele, ich mag Taktikspiele und ich mag auch Schlachtengetümmel, aber ich bin wirklich kein Freund von nervösem Herumgeklicke à la &#8220;hier eine Basis bauen, da die des Feindes zerstören&#8221;. Oftmals ertappe ich mich dabei, wie ich mich in meiner eigenen Basis einbunkere und hoffe, nicht überrannt zu werden.</p>
<p>Also, frei nach einer momentan das Fernsehen ertränkenden Werbebotschaft: Echtzeitstrategie, was ist nur falsch gelaufen zwischen uns? Ich mag doch deine Einzelteile, warum törnt mich das Gesamtpaket so ab? Denke ich nur an Aufbauspiele – was habe ich Sim City und Caesar II abgöttisch geliebt seinerzeit! Oder das taktische Feingefühl, das man in Jagged Alliance an den Tag legen musste.</p>
<p>Es ist eben ein bedeutender, unumgänglicher Faktor, der mich in Spielen wie StarCraft, Command &amp; Conquer, Age of Empires, et al. so alt aussehen lässt: Die Echtzeit. Auch in meinen Lieblingsspielen, Baldur&#8217;s Gate, die Total-War-Reihe (bis einschließlich <a title="zu meinem Blog-Artikel über Medieval II" href="http://www.juhublog.de/2009/11/wieviel-mittelalter-steckt-in-medieval-ii-total-war/" target="_blank">Medieval II</a>,  wohlgemerkt), gibt es herausfordernde Kämpfe in Echtzeit, aber hier gibt es diese güldene Funktion, die meinen Verstand und meine Nerven schont: Die Pause!</p>
<p><a href="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2010/08/starcraft2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-839" title="StarCraft2" src="http://www.juhublog.de/wp-content/uploads/2010/08/starcraft2.jpg" alt="Der Belagerungspanzer feuert" width="580" height="435" /></a></p>
<p>Man stelle sich vor, meine Terraner-Truppe nimmt gerade den Protoss von nebenan auseinander, als die schrille Stimme des Computers aufschreit: &#8220;Ihre Basis wird angegriffen!&#8221; und zwar von einer Horde Zerg. Was würde ich in diesen Momenten dafür geben, Space zu drücken und jede Aktion auf dem Bildschirm eingefrieren zu sehen. Schau &#8216;mer mal: Die Adler ordere ich zurück, die Space Marines gehen in die Bunker und die Yamatos ballern mal munter weiter auf den Protoss ein.</p>
<p>Ach, wäre das schön. So zittere ich mich wörtlich durch jede Partie und muss oft gefrustet das Textfeld mit der netten Aufschrift &#8220;Niederlage&#8221; wegklicken, weil ich wieder nicht schnell genug Einheiten produziert habe, während ich an irgendeiner Front beschäftigt war.</p>
<p>Letztlich kann und will ich die Einführung einer solchen Funktion natürlich nicht fordern, schließlich würde es den Kernaspekt dieses Genres veralbern und das Gameplay solch brillanter Spiele wie den bereits genannten zerstören. Für mich heißt das nur: Lieber gleich eine Runde Rome spielen. Obwohl, einen Vorteil hat die Sache mit der Echtzeit dann doch: Man vergleiche mal meine durchschnittliche Spieldauer einer StarCraft- und einer Rome-Partie&#8230;</p>
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